Achtsamkeit Woche 36 – Übersehen sie etwas

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Zuerst bin ich beim Lesen der Aufgabe zusammengezuckt, weil das „Übersehen sie etwas“ in mir (alte) Gefühle, Gedanken und Empfindungen berührte. Nämlich ja keinen Fehler zu machen, aus diesem Grund genauestens aufzupassen,  Stimmungen zu erfühlen, alles auf die goldene Waagschale zu legen…

Doch bei dieser Übung geht es meiner Meinung nach um etwas anders. Es geht um das Hinterfragen unserer Denk- und Sichtweise, unser Konditionierungen und insbesondere unserer Vorurteile. Wir machen uns recht rasch ein Bild einer Situation ohne genügend Details zu kennen. Aus diesem Grund ist das Bild auch oft unscharf, verzerrt oder trüb.  Wir bemühen uns Situationen, Menschen und Begebenheiten einzuschätzen, aber wir müssen uns bewusst sein, dass wir immer durch dir Brille unserer Vergangenheit sehen. Das ist natürlich oft sehr hilfreich, kann aber eben auch dazuführen, dass wir kaum neue Erfahrungen machen können. Wir können nur erkennen wovon wir Kenntnis haben. Alles Neuro oder was 

Auch ist unsere Fähigkeit zur Aufnahme von Informationen schlicht und ergreifend begrenzt. Wenden wir unseren Fokus auf Neues und Ungewohntes, ist das zuallererst auch anstrengender als sich auf alten (neuronalen) Bahnen zu bewegen. Das Bewusstsein um die Endlichkeit unserer Energie und das klugen Einsetzen und Verwalten ebendieser kann von großem Nutzen sein.

Die nächste Übung lautet: „Der Wind“.

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TIPP: Ein Jahresprojekt „Achtsam durch den Tag“ und viele verschiedene Links zum Thema Achtsamkeit findet ihr bei widerstandistzweckmässig

Achtsamkeit Woche 34 – die große Erde unter Ihnen

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Sich bewusst zu sein, dass wir ein Teil dieser Erde sind, empfinde ich als sehr heilsam. Durch unsere Entwicklung laufen wir Gefahr uns von der Natur zu entfernen und uns als abgeschnitten und isoliert von ihr zu empfinden und zu betrachten. Doch es ist so wichtig sich als Teil davon zu begreifen. Wir können ohne Erde nicht überleben. Es gab sie bevor es die Menschen gab. Sie wird nicht umsonst Mutter Erde genannt. Sie hat uns hervorgebracht.

Mutter Erde!
Wir ehren Dich wie unsere Mutter.
Wir danken dir für alles Gute, das du uns gewährt hast.
Du bist die Mutter.
Du bist die Mutter der Menschheit. (Indianische Weisheit)

Quelle: http://www.aphorismen.de

Ich liebe es, Feldwege entlangzugehen, mit Reisfeldern und wildem Gras auf beiden Seiten, und jeden Fuß dabei mit Achtsamkeit aufzusetzen und zu wissen, dass ich auf der wunderbaren Erde gehe. In solchen Augenblicken ist die Existenz eine wundervolle und mysteriöse Wirklichkeit. Die Leute betrachten es gewöhnlich als Wunder, wenn jemand auf dem Wasser oder durch die Luft geht. Ich aber meine, das wirkliche Wunder besteht darin, auf der Erde zu gehen … (Zen-Mönch Thich Nhat Hanh, Achtsam durch den Tag, Jan Chozen Bays, 4. Auflage 2014, Seite 135)

 

Die nächste Übung lautet: „Abneigung bemerken“.

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Maria

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Einleitend möchte ich gerne anfügen, dass ich Bibelgeschichten sinnbildlich verstehe und frei in jeglicher Hinsicht interpretiere.

Obwohl ich römisch-katholisch bin, sehe ich mich nicht unbedingt einer Glaubensrichtung zugehörig. Vielmehr ist Religion für mich ein Konstrukt. Der Dalai Lama spricht davon, dass man seinen religiösen Wurzeln treu bleiben sollte. Das macht Sinn, ist man/frau doch oftmals stark geprägt in dieser Hinsicht.

Ich fühlte mich als Kind der Religion sehr nahe, besonders von der Geschichte Jesus war ich tief berührt, aber den römisch katholischen Glauben mit seinen Dogmen und seiner Starrheit und die daraus resultierende Erziehung fand ich schrecklich. Ein drohender, strafender Gott, der alles weiß und alles sieht, das Fegefeuer, die ewige Verdammnis, das Leben als Jammertal… Ganz zu schweigen davon was Menschen im Namen Gottes (oder in wessen auch immer) Unsinniges und Grausames verübten und es noch tun.

Doch was ist „Gott“ (für mich)? Gott ist pures Leben, die Energie die durch alles Lebendige fließt und somit Liebe, den Liebe ist Leben. Leben und Liebe bedingen einander. 

Ich bin nicht bibelfest im klassischen Sinne (ganz ehrlich spricht mich die Bibel nicht an), aber ich weiß, dass die unbefleckte Empfängnis Marias sich auf das Werden Marias bezieht und nicht darauf, dass Maria Jesus empfangen hat. Das bedeutet, dass Maria ohne Erbsünde geboren wurde, ohne Verstrickungen, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde, in Achtsamkeit ohne Be- und Verurteilung und in der Lage Jesus bedingungslos zu lieben und Jesus wiederum liebte bedingungslos. Ich liebe das Sinnbild seiner Geburt. Ein Kindlein in einer Krippe auf Heu und Stroh – die Liebe, die satt macht. 

Wenn jeder Mensch sein Kind – seine Kinder bedingungslos lieben würde, wäre diese Welt ein besserer Ort. Was aber wenn man/frau diese Liebe nur bedingt erhalten hat oder im schlimmsten Fall die bedingungslose Liebe des Kindes missbraucht wurde? Ich glaube der Weg liegt darin, sich selbst lieben zu lernen, sich anzunehmen, sich selbst eine Mutter Gottes – eine Mutter der Liebe zu sein und sich trotz allem Erlebten für die Liebe zu entscheiden. Das braucht Zeit, Kraft, Hilfe und Mut. Ich wünsche es jedem, der es benötigt. Es tut weh zu heilen. Das Kreuz zu tragen. Viele tragen so schwer und machen doch auch so viel Mut. Die Furcht und das sinnbildliche Sterben, das Verlassensein von Liebe und die Wiederauferstehung der Liebe. 

Zuerst…

Erst wenn ich ruhig werde, merke ich meine Unruhe

Erst wenn ich leise werde, wird mir bewusst wie laut ich war

Erst wenn ich mich für die Liebe entscheide, spüre ich meine Lieblosigkeit und Angst

Erst wenn ich vertraue, blicke ich auf den bodenlosen Abgrund meines Misstrauens

DANN NEHME ICH MEINEN GANZEN MUT ZUSAMMEN, WÄHLE LIEBE, VERSUCHE ALLES IN MIR ANZUNEHMEN (vielleicht gelingt mir eines Tages es von Herzen zu segnen.. ) UND GEHE WEITER

Achtsamkeit Woche 28 – Wasser

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Die Übung war sehr schön. Ich bin mir wieder bewusst geworden wie wertvoll Wasser ist – ohne Wasser kein Leben. Oft nehme ich es als selbstverständlich hin. Es ist häufig in irgendeiner Form, die nicht offensichtlich sein muss, vorhanden. Dazu kamen mir zwei Gedanken. Wenn etwas so selbstverständlich ist, merken wir oft erst wie wertvoll es ist, wenn es nicht (mehr) da ist und Wasser ist vergleichbar mit Liebe. Ist sie im richtigen Maße vorhanden, wächst und gedeiht alles. Zu wenig führt zu Dürre und ein Zuviel an Überflutungen. Wie Wasser ist auch die Liebe manchmal versteckt und nicht gleich offensichtlich und sie ist überlebensnotwendig.

Jedes noch so kleine Ding will geliebt werden (Die Bienenhüterin)

 

Die nächste Übung lautet: „nach oben sehen“.

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Hoffnung

„Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antworten hinein.“
Rainer Maria Rilke 

Hochsensibilität – Gedanken und Links

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Hier habe ich einen Bericht über die Frage ob und in welcher Form es Hochsensibilität gibt, gefunden. Er beinhaltet meiner Meinung nach interessante Ansätze. Der These, dass es sich bei Hochsensibilität um ein hauptsächlich von Angst gesteuertes, psychologisches Phänomen handelt, kann ich nicht zustimmen. Ich sehe es eher so, dass Angst wie ein Katalysator für Hochsensibilität wirkt. (Benita hat das in den Kommentaren meines letzten Beitrags Prinzessin auf der Erbse sehr treffend beschrieben und mir diesbezüglich auf die Sprünge geholfen) und dass Angst eventuell aufgrund einer erhöhten Wahrnehmungsfähigkeit als Begleiterscheinung auftreten kann.

Hier findest du eine tolle Podcastfolge von Laura Seiler zu dem Thema. Du findest sie auch auf YouTube
Die Forschung steckt was dieses Thema betrifft noch in den Kinderschuhen. Letztens habe ich mich mit einer Mama eines mittlerweile erwachsenen Sohnes mit autistischer Veranlagung unterhalten.  Als er in die Schule ging, war das Wissen, Begreifen und Verstehen der Thematik gleich 0, was für alle oft sehr belastend war… Mittlerweile ist die Materie sehr viel besser erforscht (hier)

Wir alle haben unterschiedliche Begabungen und Persönlichkeiten. Vielleicht ist man zu lange von einem Idealbild der Persönlichkeit ausgegangen, das langsam zu bröckeln beginnt…

Und es gibt meiner Meinung nach Etliches, das wir noch nicht wissen und begriffen habe…

Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Tag mit Blick und Liebe für die eigenen Begabungen ❤️