Dankbarkeit – Achtsamkeit Woche 39

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Meiner Meinung nach ist Dankbarkeit eine Fähigkeit, die man kultivieren kann. Ich kann, wenn ich möchte, meinen Fokus bewusst auf die Aspekte meines Lebens richten für die ich Dankbarkeit empfinde. Eine Steigerungsstufe wäre für Dinge dankbar zu sein, die auf den ersten Blick Undankbarkeit auslösen. Jedoch ist Undankbarkeit für mich nichts Schlechtes in dem Sinne. Ich bin von Zeit zu Zeit undankbar – sehr sogar, sehe aber keinen Sinn (mehr) darin, mich dafür zu verurteilen. Ich gehe aus der Berurteilung, oder besser gesagt beobachte mich beim Beurteilen und lasse es so sein und durch das Soseinlassen beende ich den Kampf gegen die Undankbarkeit und es tun sich Räume, Sichtweisen, Gefühle und Zugänge auf, die in der Enge des Krieges gegen die unliebsame Undankbarkeit nicht möglich gewesen wären. Auf der anderen Seite macht es natürlich Sinn Dankbarkeit zu kultivieren, weil das Schätzen für das Schöne und Gute in unserem Leben glücklich(er) und zufrieden(er) macht. Ich schreibe seit einigen Monaten sehr regelmäßig am Abend ein Dankbarkeitstagebuch. Ganz spannend finde ich, dass sich nicht nur meine Schreibeweise, von klein und angepasst zu größer und schwungvoller, sondern auch meine Sicht auf Dinge für die ich dankbar sein kann, verändert hat. An herausfordernden Tagen, besonders wenn mich Gefühle von Wut und Zorn überrollt haben, bin ich instinktiv dazu übergegangen zu schreiben:

Ich bin dankbar für meine Wut.

Dieser einfache Satz hat mir geholfen einen anderen Zugang zu diesem unliebsamen und unterdrückten Gefühl zu finden. Es ist so, als hätte ich ihn in eine Höhle gerufen und es hallt (heilt) nach und nach und nach…

Auf die nächste Übung heißt: „Zeichen des Alterns“.

Unter der Kategorie Achtsamkeitschallenge findet ihr die vorangegangenen Beiträge. Die Leseprobe mit allen Übungen gibt es hier
TIPP: Ein Jahresprojekt „Achtsam durch den Tag“ und viele verschiedene Links zum Thema Achtsamkeit findet ihr bei widerstandistzweckmässig

 

Liebe verbreiten

Liebe Benita! Vielen lieben Dank für die Nominierung. ❤

Liebe verbreiten im Netz. Hierzu fällt mir ein Zitat von Mahatma Gandhi ein:

Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.

Die Kommunikation im Internet beschränkt sich in erster Linie auf das geschriebene Wort, welches zeitweise von emoticons begleitet wird. Die nonverbale Ebene der Kommuniktation bleibt außen vor. Ich habe die Bedeutung von Sprache lange Zeit unterschätzt. Sprache ist Vereinbarung, Verständigung, aber durch ihre Symbolik auch eine Quelle der Missverständnisse. Sprache sind laute(r) Gedanken. Was für Gedanken hege ich? Was passiert wenn ich meine Gedanken in die Welt trage? Stifte ich damit Frieden? Richte ich Unheil an? Ist ein Gedanke wahr nur weil ich ihn denke? (Ein unglaublich befreiender Gedanke 🙂 )

So versuche ich meinen Geist zu erforschen und aus dem Herzen zu sprechen und ich hoffe inständig, dass mir das immer besser gelingen möge.

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Achtsamkeit Woche 38 – zuhören wie ein Schwamm

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„Hören Sie anderen Menschen zu, als wären Sie ein Schwamm, der das aufsaugt, was die andere Person sagt. Lassen Sie den Geist still sein und nehmen Sie einfach nur auf. Formulieren Sie in Ihrem Geist keinerlei Antwort, solange keine Antwort verlangt wird oder offenkundig notwenig ist.“

Mein Geist ist vieles, aber nicht still. Er formuliert ständig Antworten, Wertungen, Lösungen. Aus Eile, Bequemlichkeit, Konditionierung, Gefühlen der Zu- und Abneigung und allen erdenklichen Gefühlsfärbungen produziert er Gedanken zur Situation in Dauerschleife. Der Trick ist sich dieser Gedanken bewusst zu werden und den Raum zwischen Reiz und Reaktion auszudehnen. Das ist nicht immer einfach, besonders wenn es sich um Triggerpunkte handelt, aber ich denke es ist wie bei allem eine Frage der Entscheidung (möchte ich mich von meinem Geist lenken lassen, oder lenke ich meinen Geist) und reine Übungssache. Meditation ist hierfür ein wunderbares Werkzeug.

„Die Dinge loszulassen bedeutet nicht, sie loswerden. Sie loslassen bedeut, dass man sie SEIN lässt. Jack Kornfield

 

Die nächste Übung lautet: „Wertschätzung“.

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Am Limit…

Ich mache einen Monat Internetpause und wünsche euch allen eine heilsame, wundervolle und gute Zeit! 

7 Fakten Versatile Blogger Award

Die liebe Judith von Judiths Meditationen hat mich vor einer gefühlten Ewigkeit nominiert (vielen lieben Dank!) und endlich komme ich dazu 🙂

  1. Ich bin in meinem Leben bereits 16 Mal umgezogen.
  2. Ich kann nicht mit dem rechten Auge alleine zwinkern. (Mein Bruder übrigens auch nicht)
  3. Ich habe vier Kinder, die ich alle bei zunehmenden Mond auf die Welt gebracht habe.
  4. Ich bin von Beruf Grundschullehrerin
  5. Ich rauche nicht (mehr) und trinke auch keinen Kaffee und Alkohol (mehr)

 

Das waren jetzt zwar nur 5 anstatt der 7 Fakten, aber ich lasse mal fünfe gerade sein. Ich nominiere niemanden direkt, würde mich aber sehr freuen wenn jemand mitmacht!

Achtsamkeit Woche 37 – der Wind

Bild von Mhy (www.pixabay.com)

 

Wind ist für mich gleichbedeutend mit Veränderung und die gab es in meinem Leben zuhauf. Ich bin mit 38 Jahren bereits 16 Mal umgezogen und möchte gar nicht beurteilen ob das per se nun gut oder schlecht war, ABER ich bin sehr froh jetzt angekommen zu sein, mich zuhause zu fühlen und mein Leben mit Routine, Rhythmus und Regelmäßigkeit zu füllen.

Wind bewegt – in allen Bereichen und kann je nach Windstärke von einem lauen Lüftchen bis zu einem Hurrican reichen. In der Traditionellen Chinesischen Medizin und auch im Aryurveda ist zu viel Wind schädlich und dem kann ich nur beipflichten. Immer in Bewegung zu sein oder bewegt zu werden ist sehr anstrengend und kräftezerrend. Keine Bewegung bringt Starre. Der Clou ist wohl sich dessen bewusst zu sein und in sich zu fühlen was einem gut tut. Ich mache meist zu viel – bin ständig in Bewegung (Im Ayurveda nennt man das eine Vata-Konstitution) und muss mich bewusst zurücknehmen. Das ist ungewohnt und fühl sich deswegen auch komisch an, aber ich merke wie gut mir das tut. Auch meine Kinder profitieren von einem Tagesrhythmus enorm.

Auf die nächste Übung freue ich mich sehr, die da lautet: „Zuhören wie ein Schwamm“.

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Achtsamkeit Woche 36 – Übersehen sie etwas

Bild von cocoparisienne (www.pixabay.com)

 

Zuerst bin ich beim Lesen der Aufgabe zusammengezuckt, weil das „Übersehen sie etwas“ in mir (alte) Gefühle, Gedanken und Empfindungen berührte. Nämlich ja keinen Fehler zu machen, aus diesem Grund genauestens aufzupassen,  Stimmungen zu erfühlen, alles auf die goldene Waagschale zu legen…

Doch bei dieser Übung geht es meiner Meinung nach um etwas anders. Es geht um das Hinterfragen unserer Denk- und Sichtweise, unser Konditionierungen und insbesondere unserer Vorurteile. Wir machen uns recht rasch ein Bild einer Situation ohne genügend Details zu kennen. Aus diesem Grund ist das Bild auch oft unscharf, verzerrt oder trüb.  Wir bemühen uns Situationen, Menschen und Begebenheiten einzuschätzen, aber wir müssen uns bewusst sein, dass wir immer durch dir Brille unserer Vergangenheit sehen. Das ist natürlich oft sehr hilfreich, kann aber eben auch dazuführen, dass wir kaum neue Erfahrungen machen können. Wir können nur erkennen wovon wir Kenntnis haben. Alles Neuro oder was 

Auch ist unsere Fähigkeit zur Aufnahme von Informationen schlicht und ergreifend begrenzt. Wenden wir unseren Fokus auf Neues und Ungewohntes, ist das zuallererst auch anstrengender als sich auf alten (neuronalen) Bahnen zu bewegen. Das Bewusstsein um die Endlichkeit unserer Energie und das klugen Einsetzen und Verwalten ebendieser kann von großem Nutzen sein.

Die nächste Übung lautet: „Der Wind“.

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