Pünktlich sein – Achtsamkeit Woche 41

Bild von FunkyFocus (www.pixabay.com)

Mit dieser Übung habe ich mir Zeit gelassen. 🙂 Ich bin beides – pünklich und auch unpünktlich. Es kommt auf die Umstände an. Wenn ich einen Arzttermin oder ein Vorstellungsgespräch habe bin ich überpünklich. Zur Arbeit und Verabredungen komme ich ebenfalls sehr pünktlich. Es gibt aber einen Umstand wo ich lange unpünktlich war und es auch schwer nachvollziehen konnte warum der Betroffene (mein Mann) mir deshalb böse war. Es geht um das Nachhausekommen an und für sich, also nicht zu einer bestimmten Zeit, sondern generell. Mein Mann macht sich nämlich große Sorgen wenn ich länger wegbleibe als geplant und nicht Bescheid sage. Das war für mich dermaßen ungewohnt, weil ich es einfach nicht nachvollziehen konnte, dass sich jemand so um mich sorgt. Ich fand es ehrlich gesagt kindisch. Heute sehe ich das anders. Ich kann es leichter annehmen, dass jemand da ist der Sorge trägt und er wiederum weiß mittlerweile, dass ich zum Verbummeln oder Verratschen (das deutsche Pendant fällt mich leider nicht ein 🙂 ) neige.

Und es gibt noch eine Sache, die es mir lange Zeit schwer machte ohne Stress pünktlich zu sein – Perfektionismus und das Gefühl dies und das und jenes noch unbedingt auf der Stelle fertig machen zu müssen.

Folgende Zeilen aus dem Buch finde ich sehr treffend: „Bei dieser Übung geht es nicht nur um Zeit. Es geht dabei um Bewusstseinszustände und Gewohnheitsmuster“

 

Die nächste Übung heißt: „Dinge aufschieben“.

 

Unter der Kategorie Achtsamkeitschallenge findet ihr die vorangegangenen Beiträge. Die Leseprobe mit allen Übungen gibt es hier
TIPP: Ein Jahresprojekt „Achtsam durch den Tag“ und viele verschiedene Links zum Thema Achtsamkeit findet ihr bei widerstandistzweckmässig

7 Gedanken zu „Pünktlich sein – Achtsamkeit Woche 41

  1. Luise Kakadu

    Wie gut ich das kenne….
    Da macht sich jemand Sorgen. Aus Liebe.
    Das kannte ich nicht.
    Und ja „kindisch“ trifft es ganz gut. „völlig übertrieben“ und „vertraust Du mir denn nicht?“ war auch dabei.

    Inzwischen mache ich mir SELBST Sorgen – wenn er später kommt.
    Es ist doch schön, die Liebe zu lernen…..

    Alles Liebe dir und euch ❤

    Gefällt 2 Personen

  2. widerstandistzweckmaessig

    Hallo!

    Da ich selbst ein sehr pünktlicher Mensch bin, versuche ich mir selbst den Druck zu nehmen, indem ich Bescheid gebe, wenn es etwas später wird.

    Meist hängt bei uns allerdings auch das Essen daran. Da muss der andere ja auch Bescheid wissen, wann man kommt, damit das Essen dann fertig ist.

    Ist schon schön nach Hause zu kommen und das Essen ist schon fertig und überall riecht es gut!

    lg
    Maria

    Gefällt 1 Person

    1. Unglaublich leicht

      Hallo Maria! Ja das sehe ich genauso. Bei mir war es ein Lernprozess mit dem Bescheidgeben vor allem wenn „nichts“ zu Hause wartete (Essen oder dergleichen) Ich war es einfach gewöhnt, dass es egal war ob ich daheim bin und wann. Ich durfte z.B. mit 16 Jahren am Wochenende die ganze Nacht ausgehen. Nicht weil meine Eltern so tolerant waren und mir vertrauten, sondern weil es sie schlicht nicht interessierte. Daneben gab es Ausgehverbote als Manipulationsmittel meines Vaters und als Machtspiele meiner Eltern. Vielleicht war das Zuspätkommen auch eine Art unbewusste Jugendliche Rache…

      Ich bin aber sehr froh, dieses Sichsorgen annehmen zu können und etwaige unbewusste Handlungen beendet zu haben was das anbelangt.

      Ja das mit dem Nachhause kommen und gutes Essen zu riechen, liebe ich auch sehr – mein Mann kocht wunderbar ❤️

      Alles Liebe und lg zurück!

      Gefällt 2 Personen

      1. widerstandistzweckmaessig

        Hallo Meli!

        Oh ja, das kann ich mir gut vorstellen. Ist nicht einfach in so einem Umfeld aufzuwachsen.

        Wenn ich ehrlich bin – mir ist es ganz ähnlich gegangen. Sogar noch früher. Ich habe mit 16 auch schon alleine gewohnt und es hat sich niemand wirklich um mich gekümmert. Vielleicht entstehen gerade auch in so einem lieblosen Umfeld einige Probleme, die man dann sein Leben lang (oder hoffentlich nicht so lange) mit sich mit schleppt..

        lg
        Maria

        Gefällt 1 Person

      2. Unglaublich leicht

        Liebe Maria! Das Gefällt mir bedeutet das ich Anteil nehme. Danke für dein Vertrauen und das Erzählen deiner Erfahrungen. Ja da entstehen Probleme, aber meiner Meinung nach können auch Fähigkeiten wie Einfühlungsvermögen entstehen…. Es ist sehr komplex. Die Bandbreite emotionaler Verletzungen ist groß. Ich kann von mir sagen, dass ich am Schlachtfeld war und einige tiefe Wunden habe. Es gibt aber Menschen, die an vorderster Front gestanden und lebensgefährlich verletzt worden sind – immer wieder. Möge es jedem gelingen diese Wunden – große und kleine zu heilen ❤️ Ich wünsche auch dir diesbezüglich das Allerbeste!!

        Gefällt 2 Personen

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