Achtsamkeit Woche 38 – zuhören wie ein Schwamm

Bild von abogawat (www.pixabay.com)

„Hören Sie anderen Menschen zu, als wären Sie ein Schwamm, der das aufsaugt, was die andere Person sagt. Lassen Sie den Geist still sein und nehmen Sie einfach nur auf. Formulieren Sie in Ihrem Geist keinerlei Antwort, solange keine Antwort verlangt wird oder offenkundig notwenig ist.“

Mein Geist ist vieles, aber nicht still. Er formuliert ständig Antworten, Wertungen, Lösungen. Aus Eile, Bequemlichkeit, Konditionierung, Gefühlen der Zu- und Abneigung und allen erdenklichen Gefühlsfärbungen produziert er Gedanken zur Situation in Dauerschleife. Der Trick ist sich dieser Gedanken bewusst zu werden und den Raum zwischen Reiz und Reaktion auszudehnen. Das ist nicht immer einfach, besonders wenn es sich um Triggerpunkte handelt, aber ich denke es ist wie bei allem eine Frage der Entscheidung (möchte ich mich von meinem Geist lenken lassen, oder lenke ich meinen Geist) und reine Übungssache. Meditation ist hierfür ein wunderbares Werkzeug.

„Die Dinge loszulassen bedeutet nicht, sie loswerden. Sie loslassen bedeut, dass man sie SEIN lässt. Jack Kornfield

 

Die nächste Übung lautet: „Wertschätzung“.

Unter der Kategorie Achtsamkeitschallenge findet ihr die vorangegangenen Beiträge. Die Leseprobe mit allen Übungen gibt es hier
TIPP: Ein Jahresprojekt „Achtsam durch den Tag“ und viele verschiedene Links zum Thema Achtsamkeit findet ihr bei widerstandistzweckmässig

4 Gedanken zu „Achtsamkeit Woche 38 – zuhören wie ein Schwamm

  1. widerstandistzweckmaessig

    Hallo Melli!

    Das war eine sehr wichtige Übung für mich, an die ich mich immer wieder gerne erinnere bzw. worauf ich auch im Alltag immer wieder zurück greife.

    Immer dann, wenn ich merke, dass meine Gedanken davon eilen, Antworten formulieren, in meiner eigenen Vergangenheit nachkramen, was ich dazu beitragen kann etc.

    Ich werde dann immer unruhig und ungeduldig und kann dem, was der andere sagt nur noch schwer folgen.

    Dann denke ich an diese Übung und werde ruhig, weil ich nichts beitragen muss! Nur zuhöre und mich interessiere für das, was der andere sagt. Plötzlich entstehen Fragen statt Antworten und Neugierde statt Ungeduld.

    Eine meiner liebsten Übungen aus dem Buch überhaupt!

    lg
    Maria

    Gefällt 2 Personen

  2. Dao Humanyu

    Ein sehr schöner Artikel und zwei schöne und wahre Zitate. 🙂
    Vielleicht hilft dir zum stillen Geist folgendes:
    Nicht du bist es, die denkt, es ist dein Gehirn.
    Und dein Gehirn ist nur ein Empfäger der universellen Gedankenbilder.
    Es kann also eigentlich gar nicht denken, sonder nur empfangen.
    Lass es einfach empfangen und machen. Und sei dabei ein stiller Beobachter.
    Sei nicht an dem interessiert was dein Gehirn empfängt und macht.
    Lass es einfach machen. Was wichtig ist kommt zu dir.
    Du kannst es dann annehmen oder lassen oder einfach stille sein.

    Gefällt 1 Person

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