Maria

Bild von Didgeman (www.pixabay.com)

Einleitend möchte ich gerne anfügen, dass ich Bibelgeschichten sinnbildlich verstehe und frei in jeglicher Hinsicht interpretiere.

Obwohl ich römisch-katholisch bin, sehe ich mich nicht unbedingt einer Glaubensrichtung zugehörig. Vielmehr ist Religion für mich ein Konstrukt. Der Dalai Lama spricht davon, dass man seinen religiösen Wurzeln treu bleiben sollte. Das macht Sinn, ist man/frau doch oftmals stark geprägt in dieser Hinsicht.

Ich fühlte mich als Kind der Religion sehr nahe, besonders von der Geschichte Jesus war ich tief berührt, aber den römisch katholischen Glauben mit seinen Dogmen und seiner Starrheit und die daraus resultierende Erziehung fand ich schrecklich. Ein drohender, strafender Gott, der alles weiß und alles sieht, das Fegefeuer, die ewige Verdammnis, das Leben als Jammertal… Ganz zu schweigen davon was Menschen im Namen Gottes (oder in wessen auch immer) Unsinniges und Grausames verübten und es noch tun.

Doch was ist „Gott“ (für mich)? Gott ist pures Leben, die Energie die durch alles Lebendige fließt und somit Liebe, den Liebe ist Leben. Leben und Liebe bedingen einander. 

Ich bin nicht bibelfest im klassischen Sinne (ganz ehrlich spricht mich die Bibel nicht an), aber ich weiß, dass die unbefleckte Empfängnis Marias sich auf das Werden Marias bezieht und nicht darauf, dass Maria Jesus empfangen hat. Das bedeutet, dass Maria ohne Erbsünde geboren wurde, ohne Verstrickungen, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde, in Achtsamkeit ohne Be- und Verurteilung und in der Lage Jesus bedingungslos zu lieben und Jesus wiederum liebte bedingungslos. Ich liebe das Sinnbild seiner Geburt. Ein Kindlein in einer Krippe auf Heu und Stroh – die Liebe, die satt macht. 

Wenn jeder Mensch sein Kind – seine Kinder bedingungslos lieben würde, wäre diese Welt ein besserer Ort. Was aber wenn man/frau diese Liebe nur bedingt erhalten hat oder im schlimmsten Fall die bedingungslose Liebe des Kindes missbraucht wurde? Ich glaube der Weg liegt darin, sich selbst lieben zu lernen, sich anzunehmen, sich selbst eine Mutter Gottes – eine Mutter der Liebe zu sein und sich trotz allem Erlebten für die Liebe zu entscheiden. Das braucht Zeit, Kraft, Hilfe und Mut. Ich wünsche es jedem, der es benötigt. Es tut weh zu heilen. Das Kreuz zu tragen. Viele tragen so schwer und machen doch auch so viel Mut. Die Furcht und das sinnbildliche Sterben, das Verlassensein von Liebe und die Wiederauferstehung der Liebe. 

5 Gedanken zu „Maria

    1. Unglaublich leicht

      Liebe Benita! Ich danke dir! Ich bin sehr geprägt in dieser Hinsicht und es hilft mir ungemein meine innere Bilder und mein Denken darüber neu zu gestalten, mich mit der Thematik auszusöhnen und so wieder ein Stückchen zu heilen ☺️ Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag!! Alles erdenklich Liebe für dich/euch! ❤️

      Gefällt 1 Person

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