ACHTSAMKEIT – WOCHE 20

Bild von Aktim (www.pixabay.com)

Die Übung „JA sagen“ war sehr spannend. Über die Thematik habe ich mir schon öfters Gedanken gemacht: Vordergründig die Erziehung der Kinder betreffend, aber auch im Kontext meiner persönlichen Entwicklung, beispielsweise um meine eigenen Grenzen festzustecken.

Fazit:

Ja und Nein: Das ist so ein großes Thema  dass ich gar nicht weiß wo ich beginnen soll… Oft sage ich JA um Anerkennung zu erhalten, oder um es mir in dem Moment einfacher zu machen. Diese JAs fühlen sich meist nicht gut an und führen oft zu stressigen Situationen. Deshalb versuche ich mir anzugewöhnen mir Bedenkzeit für Entscheidungen zu nehmen. Das klingt banal, aber ich war immer der unbewussten Meinigung ich muss mich schnell und richtig entscheiden. Bei der Entscheidungsfindung helfen mir meine Werte.

Außerdem habe ich das Gefühl meinen Willen nur mit Kampf und/oder schlechtem Gewissen zu bekommen: eine alte Konditionierung und Erfahrung aus der Vergangenheit. Vielleicht ist deshalb mein Solarplexus oft verspannt und schmerzt?

Was ich noch gelernt habe: Ich sage auch nein ohne probiert zu haben, ob mir das Angebotene überhaupt gefällt. Aerobic zum Beispiel. Ich habe immer fest und steif behauptet, dass ich nicht der Typ dafür bin. Seit ich es probiert habe, weiß ich erst, dass das nicht so ist. Oder das Spazierengehen: oft habe ich keine Lust, aber im Nachhinein hat es mir jedes Mal Freude gebracht und zur Entspannung  beigetragen. Hier hilft es mir die Dinge mal auszuprobieren und notfalls einfach abzubrechen wenn sie mir nicht gut tun oder missfallen.

Sollte ich zu allem Ja sagen was meine Kinder wollen, bräuchte ich ein paar Angestellte und einen Lottogewinn 😄 Wichtig finde ich, Kindern zu vermitteln, dass es gut und richtig ist einen eigenen Willen zu haben, dass sich dieser aber gegebenenfalls auch in das große Ganze einfügen sollte bzw. es oftmals zu Willens- und Wertekonflikten kommen kann. Ein Balanceakt und ein Patentrezept hierfür gibt es meiner Meinung nach nicht. ☺️

 

Die nächste Übung lautet: „Die Farbe Blau sehen“

Unter der Kategorie Achtsamkeitschallenge findet ihr die vorangegangenen Beiträge.

Die Leseprobe mit allen Übungen gibt es hier

TIPP: Ein Jahresprojekt „Achtsam durch den Tag“ (wie meine Achtsamkeitschallenge) und viele verschiedene Links zum Thema Achtsamkeit findet ihr bei widerstandistzweckmässig

2 Gedanken zu „ACHTSAMKEIT – WOCHE 20

  1. widerstandistzweckmaessig

    Hallo Melli!

    Ich wurde als Kind dazu erzogen, immer ja zu sagen, wenn jemand etwas von mir will. Das hat mich langfristig nicht wirklich weiter gebracht, weil ich zwar immer für andere da war, aber mich selbst dabei verloren habe.

    Erst sehr mühsam musste ich lernen, das Nein sagen auszuhalten und mich auch einmal unbeliebt zu machen dadurch.

    Die Übung fand ich daher recht schwierig bzw. hatte ich Angst davor, das, was ich mir bereits erarbeitet hatte, wieder zu verlieren.

    Aber jedes nein zu jemand anderen ist auch ein ja zu mir selbst und zu meinen Bedürfnissen. Und an diesem Gedanken versuche ich mich festzuhalten.

    lg
    Maria

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