Gewohnheit

Eine Gewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werfen. Man muss sie die Treppe hinunterboxen, Stufe für Stufe. (Mark Twain)

 

Die Gewohnheit ist ein Seil. Wir weben jeden Tag einen Faden, und schließlich können wir es nicht mehr zerreißen. (Thoman Mann)

 

Eine lange böse Gewohnheit überwindet man durch eine gute Gewohnheit. (Johann Arndt)

 

Gewohnheiten sind Vorgesetzte, die man nicht bemerkt. (Hannes Messemer)

 

Die Menschen gehen lieber zugrunde, als dass sie ihre Gewohnheiten ändern. (Leo Tolstoi)

 

 

Bild von Tante Tati (www.pixabay.com)

10 Gedanken zu „Gewohnheit

  1. Benita Wiese (Pseudonym)

    Der indische Guru – Lehrer meines Yogalehrers meint immer, dass es wichtig ist, dann zu praktizieren, wenn es uns gut geht. Damit es Gewohnheit ist, wenn es schlecht geht oder schwer ist. … Der Impuls etwas Hilfreiches zu tun für mich. Heute Yoga, statt wie früher zur Zigarette zu greifen. Wobei mich stets irritiert, dass mein Yoga Lehrer raucht? Ginge bei mir gar nicht zusammen! Ist das ein halbes sich einlassen? Schaumgebremst? Oder sind wir zu perfektionistisch?
    Einen schönen Abend dir.

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    1. Unglaublich leicht

      Hallo liebe Benita! Vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Ich freue mich immer sehr, wenn du mir schreibst! Da stimme ich dir vollkommen zu. Es ist um einiges einfacher sich eine Gewohnheit anzueignen wenn es einem gut geht und man die Kraft für Veränderung hat. Meist fällt man ja auch in schlechte Gewohnheiten zurück, wenn es einem schlecht(er) geht. Das konnte ich bei mir schon oft beobachten. Wie „gut“ und „schlecht“ zusammengeht, frage ich mich auch manchmal. Bis zum heutigen Zeitpunkt dachte ich da, dass ich auf jeden Fall perfektionistisch bin und vielleicht auch nicht richtig genießen kann. Doch wenn ich genauer darüber nachdenke, ist es so, dass ich es schon als Kind anders und „besser“ machen wollte. (Ich sage vorsichtshalber dazu, dass das was jetzt kommt eventuell triggern könnte!) Ich wollte nicht trinken, rauchen und/oder meine Kinder schlagen. Leider ist mir oft prophezeit worden, dass ich das auf jeden Fall machen werden, weil es eben so ist – normal ist. Irgendwann habe ich tatsächlich geraucht, getrunken und wenn ich mich auch noch so sehr dafür schäme – so ehrlich möchte ich an dieser Stelle sein – mein ältestes Kind geschlagen. Und in diesen Momenten, wobei erstere sehr oft und letzteres zum Glück „nur“ zweimal passiert ist, habe ich mich selbst verraten und im Stich gelassen – einen Fluch erfüllt. Es gibt einen Satz, der in meiner Seele und in meinem Herzen wie Feuer brennt: „Warum sollte es dir besser gehen als mir.“ Ganz einfach! Weil ich Mama bin, weil ich eine Verantwortung habe, mir und meiner Familie gegenüber, Weil ich es wert bin. Aus diesem Grund möchte ich heilen. Ich möchte meine Kinder stärken und ihnen soviel Liebe mitgeben wie es nur geht, auch wenn mir diese Veränderung manchmal selbst so unendlich weh tut. Trotzdem führt für mich kein Weg daran vorbei. In anderen Dingen bin ich längst nicht mehr so perfektionistisch. Eine blitzblankgeputzte Wohnung ist mir nicht (mehr) so wichtig. Das wurde mir als „wesentlich“ mitgegeben – Kontrolle in allen (anderen) Lebenslagen (Gewalt gegenüber seinen Kindern, rauchen und trinken war da natürlich ausgenommen und gerechtfertigt) Ich möchte aber auf keinen Fall pauschalisieren! Eine Genusszigarette oder ein Gläschen Wein sind für viele bestimmt ein Genuss – für mich halt nicht. Puh, dass war jetzt eine lange Antwort. Tut mir leid, wenn ich dich da jetzt überschüttet haben sollte damit! Da ist jetzt ordentlich was in Gang gekommen bei mir. Alles alles Liebe! Danke, dass du da bist ❤

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      1. Benita Wiese (Pseudonym)

        Liebe Melli <3,

        ich mag jetzt doch noch auf deinen Kommentar antworten. Vor allem dir sagen, dass das was du als möglicher Trigger markiert hast nicht getriggert hat. Vielleicht auch, WEIL du uns davor gewarnt hast. … Dann aber! Ja, vielleicht habe ich mich überschüttet gefühlt? Konnte mich auch nicht so recht abgrenzen. … Mein Fehler: Schreibe niemals einen Kommentar, wenn du eigentlich eine Schulter zum Anlehnen bräuchtest.

        Und dann das "Danke, dass du da bist ❤ ". War unerträglich! … Das ist nicht zu vermeiden. Es ist wunderschön, solche Worte geschrieben zu erhalten. Und evtl. kennst du mich über meinen Blog und die Kommentare in der kurzen Zeit um vieles besser, als die meisten Menschen meines Umfeldes. Allerdings auch anders. Und ich stelle solche Komplimente stets in Frage. Da ich weiß, dass meine Eltern unter dem Aspekt der Liebe misshandelten. (Ich kenne den Begriff "lebensunwertes Leben" auf mich angewandt. Es hat in eine Wunde gestochen. Von jemanden, die mich doch gar nicht persönlich kennt, dergleichen gesagt zu erhalten und von Menschen, die dir nahe stehen sollten nicht.) … Es hat in meiner fragilen Gemütslage etwas ausgelöst, wofür und wogegen du nichts tun konntest. Auch in der Kombination mit dem was aus dir herausgebrochen ist.

        Da war eine Erinnerung. … Und es kam das Gefühl, dass ich zwar unter meiner Einsamkeit leide, ich aber Angst davor habe gemocht zu werden! Große Angst. Ich traue dem nicht. Ich traue mich nicht, mich in ein gemocht werden Gefühl zu begeben. Ich kann kämpfen um mein Überleben, aber ich fürchte alle Kraft zu verlieren, wenn ich mich von jemandem gemocht fühle. Mein innewohnendes Misstrauen. Und ich hatte am 21. einen runden Geburtstag und bekam wirklich viele (für meine Begriffe) auch ganz liebe Glückwünsche. Ich hab auf mich geschaut, mir Gutes getan. Und seither schleudert es mich.

        So jetzt habe ich zurück geschüttet. 😉 … Danke für deinen Kommentar, der mich zu diesem Gefühl führte, eine Auflösung auslöste. 😊

        Verzeih, falls ich jetzt zu viel geschrieben habe, das vielleicht auch gar nicht hierher passt.

        Ich mag dich auch wirklich gerne <3. Tja, vielleicht lernen wir einander ja irgendwann einmal kennen? Mich tät's freuen! 😊 ❤

        Alles Liebe
        "Benita"

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      2. Unglaublich leicht

        Liebe Benita! Zuallererst möchte ich dich vielmals um Verzeihung bitten! Ich hätte „vorsichtiger“ sein sollen! Ich verstehe dich voll und ganz und es mutet sicher komisch an, dass ich als eigentlich fremde Person dir so etwas schreibe. Und da ich doch weiß… beschämt mich mein Verhalten. Ich bin froh, dass mein Kommentar etwas auflösen konnte. Ich werde aber auf jeden Fall in Zukunft achtsamer sein! Bitte sieh das nicht als Rückzug! Ich danke dir und ich da ich ja ein spiritueller Mensch bin, denke ich das Leben wird uns wenn es so sein soll einander in echt und in Farbe vorstellen. 😊❤️️

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      3. Unglaublich leicht

        Ps: kannst du dich noch an unsere erste Unterhaltung erinnern? Jetzt habe ich meine Kommentare ein paar Mal durchgelesen und immer habe ich das Gefühl es ist ein „Zuviel“ bzw. „Zuwenig“ Die Mitte… wahrscheinlich ist es schwer sie bei diesen Themen und über diese Form der Kommunikation zu finden… Vielleicht bin ich auch sehr unbeholfen… ungeübt… Ich wünsche dir eine gute und erholsame Nacht 🌟⭐️🌙❤️️

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      4. Benita Wiese (Pseudonym)

        Ja, es fehlt bei dieser Form der Kommunikation einfach die sofortige Reaktion, auch die Aura die mitschwingt in einem persönlichen Kontakt, die emotionale Verfasstheit des Gegenübers, das eine/n stoppen lässt im Gespräch oder reagieren. Manchmal ist falsch überhaupt ein Wort zu finden, dann braucht es nur miteinander fühlen. Aber wie soll derlei am Blog ausgedrückt werden?

        Habe mir auch unsere 1. Kommunikation nochmal durchgelesen. Danke für den Hinweis. 😊

        … Für dich schwierig mag auch das „wir“ bei uns sein. Das ist schwer verständlich. Was ein Innenwesen mag, mag für ein anderes absolut überfordernd sein. Manche schreiben und wollen doch nicht gesehen werden. …

        Und dann bleibt die Frage, wer wird hier gemocht? Wir alle? … Ich denke, das wichtige an Kommunikation (wo auch immer) ist, immer wieder ins Gespräch zu kommen. Es ist doch ein aufeinander zugehen und wieder zurückweichen. Ein langsames annähern. Irritationen inklusive. Dabei können beide Gesprächspartner/innen auch nur wissen, wo was falsch ankam, wenn es die/der andere sagt, wenn etwas weh tut. Danke für deine Reaktion. 😊 … Vielleicht gelingt es uns auf dieser Basis einander auch über dieses Medium näher zu kommen?

        Es ist meine Art zu sagen, wenn etwas nicht passt und dann zu sehen, wie reagiert wird. Ich bemühe mich, dazu die geeigneten Worte zu finden und hoffe, dass uns das gelingt. Bin für Kritik offen. Ich mag nicht nörgeln, sondern ich denke, dass wir sehr feine Antennen haben für eine Distanz, die für uns passend ist. … Vielleicht auch für eine Distanz, die für andere passend ist??? Vielleicht auch nicht? Ich bin sehr vorsichtig geworden. Vor allem hier am Blog. Viele öffnen sich hier, viel mehr als im Alltag. Es ist hier ein Umgang mit offenen Seelen, Herzen – vor allem bei diesen Themen. … Oft schreibe ich meine Gedanken nicht, weil ich nicht weiß, ob ich damit verletzen könnte. … Aber das ist meine Art mit diesem Medium umzugehen. Unbeholfenheit, so sie denn da ist(?) – ich erkenne sie nicht, ist doch nur eine Chance zu lernen, oder?

        Vermutlich schläfst du schon, also einen guten Morgen und einen schönen Tag. ❤ 🌞
        "Benita"

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      5. Unglaublich leicht

        Guten Morgen 🙂

        Da stimme ich dir absolut zu, diese wichtigen zur Kommunikation gehörenden „Mittel“ fehlen hier.

        „… Für dich schwierig mag auch das „wir“ bei uns sein. Das ist schwer verständlich. Was ein Innenwesen mag, mag für ein anderes absolut überfordernd sein. Manche schreiben und wollen doch nicht gesehen werden. …“ Diese deine Aussage finde ich sehr hilfreich, danke dir dafür.

        Ein Nörgeln kann ich nicht ausmachen! Eher sehe ich das als bewusstes Grenzen setzen, aber auf eine sehr gute Art und Weise. Im Nachhinein gesehen war es sehr unüberlegt von mir, dass ich dir/euch so schwere Worte mitgegeben habe! Ich sehe es als eine Chance zu lernen (auch wenn das bestimmt nicht gewollte war – möchte das ja auf keinen Fall auf Kosten anderer tun!) und ich stimme dir absolut zu, dass Kommunikation ein sich Annähern, Wegbewegen und wieder Annähern ist (wie eine Welle eigentlich), mit allen Irrungen und Wirrungen, aber solange sie im Fluss ist, ist es „gut“.

        Ich wünsche dir/euch einen wunderbaren Tag! ❤

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