ACHTSAMKEIT – WOCHE 10

Bild von bykst (www.pixabay.com)

Die Übung „Jedes Mal wenn das Telefon klingelt“ war eine wichtige Erfahrung für mich. In letzter Zeit hatte ich beim Meditieren immer wieder Schwierigkeiten. Ich konnte mich schwer entspannen und fühlte mich unwohl. Ich meditierte schlicht zuviel. Der Hauptgrund ist, dass ich sehr begeisterungsfähig und auch ehrgeizig bin und deshalb gerne mal über das Ziel hinausschieße.

Inspiriert durch die Aufgabe jedes Mal  wenn das Telefon (bzw. die Erinnerung) losgeht, inne zu halten und drei tiefe Atemzüge zu machen, sowie dem hilfreichen Austausch mit der lieben Judi Blue, bin ich dazu übergegangen meinen Tag zu strukturieren. Ich habe mich hingesetzt und Zeiteinheiten für Aktivität, Freizeit und Ruhephasen festgelegt. Eigentlich fand ich das immer unnötig, war ich doch der Meinung, dass ich ohnehin auf einen Ausgleich achte. Tat ich aber nicht. Ich hatte schon in vielen Dingen eine Struktur (das ist mit vier Kindern quasi überlebensnotwendig 😉 ), meist war es aber so, dass ich unbedingt noch dieses oder jenes fertig machen wollte, oder bei einer Freizeitbeschäftigung (oft genug in Verbindung mit dem Internet) hängenblieb. (An dieser Stelle möchte ich gerne einem geschätzen Blogger nochmals für seinen Input danken!)

Zurück zur Übung: am Anfang der Woche fiel es mir noch relativ schwer alles stehen und liegen zu lassen, aber im Laufe der Woche fing ich an diese kleinen Pausen richtiggehend zu genießen.

Fazit:

  • (Fast) nichts ist so wichtig, dass es nicht ein bisschen warten kann.
  • Den Tag bewusst und individuell in Aktiv- und Ruhephasen zu unterteilen, ist sehr hilfreich und entspannend. Natürlich kann dieser Plan nicht auf Biegen und Brechen eingehalten werden, der Rhythmus sollte gegebenenfalls angepasst werden, aber im Großen und Ganzen ist der Plan wie ein Grundgerüst.
  • Dieses Grundgerüst hilft mir mich nicht tagtäglich neu entscheiden zu müssen, sowie die Balance zu halten. Der Alltag ist so um einiges leichter zu meistern. Trotzdem kann ich immer wieder mal bewusst hinschauen ob eine Entscheidung geändert und/oder die einzelnen Ruhe- und Aktivitätsphasen angepasst werden müssen.
  • Die eigenen Wahrnehmung spielt einem manchmal einen Streich. Ich war der festen Überzeugung, dass ich für genügend Ausgleich in meinem Alltag sorge. Als ich das jedoch bewusst beobachtete, stellte sich schnell heraus, dass dem nicht so ist.
  • Last but not least ist die bewusste Verbindung mit dem Atem wieder eine schöne Möglichkeit um im Hier und Jetzt zu sein.

Die nächste Übung lautet: „Liebevolle Berührung“

Unter der Kategorie Achtsamkeitschallenge findet ihr die vorangegangenen Beiträge.

Die Leseprobe mit allen Übungen gibt es hier

TIPP: Ein Jahresprojekt „Achtsam durch den Tag“ (wie meine Achtsamkeitschallenge) und viele verschiedene Links zum Thema Achtsamkeit findet ihr bei widerstandistzweckmaessig

4 Gedanken zu „ACHTSAMKEIT – WOCHE 10

  1. widerstandistzweckmaessig

    Halle Melli!

    Mit dieser Übung bin ich ja so gar nicht zurecht gekommen. Aber das lag vor allem daran, dass bei mir so gut wie nie das Telefon läutet.

    Bezüglich Meditieren habe ich festgestellt, dass ich im Laufe des Tages nur sehr schwer Zeit und Ruhe finde um zu meditieren. Tatsächlich ist der Morgen wirklich die beste Zeit für mich. Mein Kopf ist am Morgen auch am ruhigsten und ich kann die Energie der Meditation in den Tag mitnehmen.

    lg
    Maria

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