Achtsamkeit Woche 5

Die Übung „beim Essen nur essen“ war gar nicht so einfach umzusetzen. Meine Kinder sind zum Teil noch sehr klein und wenn sie etwas brauchen (weinen, rotzig sind…) steh ich vom Essen auf, egal ob ich noch kaue oder nicht. Meine Älteren wollen sich beim gemeinsamen Essen gerne unterhalten. Sophie (6 Jahre) habe ich mein Vorhaben erklärt und das teilweise gemacht. Lea (18 Jahre), wie auch mein Mann, wissen von meiner Achtsamkeitschallenge und wir haben mit unseren Gesprächen bis nach dem Essen gewartet. Obwohl, nachvollziehen konnte das meine Älteste nicht. Sie findet, dass sich das gemeinsame Essen geradezu zu Unterhaltungen anbietet. Ich stimme ihr einerseits zu. Wie oft kommt man im Alltag als sechsköpfige Familie dazu etwas gemeinsam zu machen und sich dabei auszutauschen? Außerdem es ist so, dass die Art wie man sein Essen genießt kulturell gesehen sehr unterschiedlich ist. Ich denke da zum Beispiel an die Esskultur der Italiener und an die der Asiaten. Wobei ich erstere echt und in Farbe erlebt habe, bei den Asiaten denke ich an Teehäuser oder dergleichen. Bestimmt weiß da jemand von euch besser Bescheid. Gespräche finden mit Ausnahme von Klöstern wahrscheinlich immer statt. Andererseits ist es schön bewusst zu essen, den Geruch, die Farbe, den Geschmack, die Konsistenz der Speisen wahrzunehmen. Gestern am Abend habe ich eine Ausnahme gemacht und Chips gegessen während ich mit meiner  Tochter einen Film angesehen habe.

Was ich gelernt habe:

  • Ich esse oft nebenbei, beiss zum Beispiel in einen Apfel und erst dann wird mir bewusst, dass ich gerade esse.
  • Ich stehe manchmal wenn ich mit dem Essen fertig bin noch während ich den letzten Bissen kaue auf und räume den Tisch ab.
  • Ich räume generell gerne beim Essen herum (Brösel auflesen usw.)
  • Ich bin sehr dankbar, dass wir immer genügend zu essen haben und nicht nur das, wir können uns sogar aussuchen was wir essen!

Die nächste Übung lautet: „Wahre Komplimente“

Unter der Kategorie Achtsamkeitschallenge findest du die vorangegangenen Beiträge.

Die Leseprobe mit allen Übungen findest du hier

TIPP: Ein Jahresprojekt „Achtsam durch den Tag“ (wie meine Achtsamkeitschallenge🙂 ) und viele verschiedene Links zum Thema Achtsamkeit findest du bei widerstandistzweckmaessig

3 Gedanken zu „Achtsamkeit Woche 5

  1. kat+susann

    Ich finde , es gibt einen Unteschied zwischen dem Essen runterschlingen, einfach futtern, irgendwas beissen oder dem gemeinsam essen, sich dabei unterhalten, sich Zeit nehmen fürs Essen. Denn da kann ich das Essen auch geniessen, wenn man gemeinsam isst: hier probier mal, oder hmmm das schmeckt gut, und Tischgespräche tragen zum Genuss bei.Bei uns ist es aber auch Genuss, wenn wir ausnahmsweise mal vor dem Fernseher essen. Das kann auch ein Fest sein. Allerdings hab ich selber gerade 2 Mohrenköpfe in mich reingefuttert. OHNE zu geniessen, einfach aus Gelust. Seufz… Gute Nacht! Kat.

    Gefällt 1 Person

  2. widerstandistzweckmaessig

    Hallo Melli!

    Als ich diese Übung gemacht habe, sind mir sehr ähnliche „Unarten“ bei mir aufgefallen.

    Am wichtigsten war mir das Aufstehen noch während dem letzten Bissen abzugewöhnen. Es ist mir inzwischen gelungen, aber hat echt lange gedauert.

    Mit ein Grund, warum ich so froh bin dieses Projekt gestartet zu haben. Langsam aber stetig tut sich etwas Positives in meinem Leben.

    lg
    Maria

    Gefällt 1 Person

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