Achtsamkeit – die zwei Seiten der Medaille

Je mehr ich mich mit dem Thema Achtsamkeit nicht nur mehr theoretisch, sondern auch praktisch befasse, muss ich feststellen, dass ich mir die Umsetzung einfacher vorgestellt habe. Nicht in dem Sinne, dass die Übungen und Meditationen schwer durchführbar sind, sondern dass durch das Hinschauen so viele alte Wunden und Verletzungen in mir aufbrechen, die ich längst geheilt geglaubt habe. Vermutlich sind sie bloß oberflächlich verarztet worden. Das ist mitunter schwierig und kann sehr weh tun. Auf der einen Seite habe ich Angst, dass durch mein Fühlen Schaden angerichtet werden könnte. Sprich, dass die Kinder zum Beispiel allein dadurch, dass sie so feine Antennen haben, mitfühlen. Auf der anderen Seite sagt mir mein Bauchgefühl, dass es so sein muss. Die alten Gefühle, Verletzungen, Denkmuster, Glaubensätze sollen aufgedeckt und verarbeitet werden,

Aber wo Schatten, da auch Licht: manchmal überkommt mich ein Gefühl der Dankbarkeit und Liebe, das so intensiv und wunderschön ist, dass ich weinen muss. Das klingt kitschig, ich weiß, aber es ist ehrlich so.

Ich habe für mich beschlossen zu versuchen alles was da kommen mag anzunehmen, dem Ganzen viel Zeit und Raum zu geben und den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, weil ich weiß, dass er für mich der richtige ist.

TIPP: Ein Jahresprojekt „Achtsam durch den Tag“ (wie meine Achtsamkeitschallenge 🙂 ) und viele verschiedene Links zum Thema Achtsamkeit findest du bei widerstandistzweckmaessig

12 Gedanken zu „Achtsamkeit – die zwei Seiten der Medaille

  1. Luise Kakadu

    Dem kann ich nur zustimmen.
    Meine Tochter hat mir bislang alles verzehen – auch die wirklich schlimmen Dinge, die ich früher aus Unverheiltsein getan habe – weil ich ehrlich mit ihr bin.
    Weil ich auch Dinge sage und erzähle, die mir schwer fallen und ihr die Möglichkeit schenke, mich nachzuvollziehen; mich fühlen zu können.

    Und Dankbarkeit ist niemals kitschig ❤
    Im Moment habe ich wohl eine ähnliche Phase.
    Es tut gut, so tief zu fühlen.
    Ich wünsche dir viel Mut und Freude.

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  2. unglaublich leicht

    Liebe Luise! Danke für deine lieben Worte ❤️ Das wunderbare ist, dass ich auch die „schönen“ Gefühle viel besser fühlen kann 🌟Mir kommt es so vor als wäre ich die ganze Zeit mit angezogener Handbremse gefahren. 😄

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  3. widerstandistzweckmaessig

    Hallo!

    Ich kann Dir nur sagen, dass es sich auszahlt diesen Weg zu gehen. Früher habe ich vieles sehr spät bemerkt/erkannt/gefühlt oder sogar zu spät, erst als der Körper gestreikt hat. Und nun merke ich viel früher, wo es hakt und das hat meine Lebensqualität deutlich erhöht.

    Auch wenn einige Schritte noch einmal aufwühlen und Schmerzen spürbar machen. Vielleicht ist es sogar so, dass der Schmerz eh da war, gar nicht spürbar war und trotzdem oder gerade deshalb „Unfug“ gemacht hat im Körper.

    Ich freue mich, Deinen Blog entdeckt zu haben, danke fürs Verlinken!

    lg
    Maria

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      1. unglaublich leichte schwere

        Hallo Maria! Das ging so ratzfatz, dass ich alles verlinkt habe 🙂 Ich hoffe das mit dem Backlink am Ende meiner Beiträge passt für dich so wie ich es gemacht habe. Übrigens meine kleinste Tocher (sie wird im Januar 1 Jahr alt) heißt auch Maria ❤ einen schönen Tag wünsche ich dir!

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Hallo! Danke für deinen Beitrag! 🌟

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