Negative Glaubenssätze

Am Wochende habe ich folgenden Podcast von Laura Seiler angehört: wie du blockierende Glaubenssätze auflösen kannst und mir ist erstmals richtig bewusst geworden, dass folgende Glaubenssätze mein Leben bestimmt haben bzw. zum Teil noch immer bestimmen:

  • Ich habe es nicht verdient glücklich zu sein
  • Ich bin kompliziert
  • So wie ich bin, bin ich nicht gut (genug)
  • Ich muss mich ändern um gemocht zu werden

Um diese Glaubenssätze zu bestätigen, habe ich so einiges unternommen. Dabei habe ich meine Grenzen im postiven wie im negativen Sinn überschritten. Ich entwickelte Strategien gegen die Empfindungen, welche diese Glaubensätze auslösten. Diese reichten über Tendenzen zur Betäubung und Selbstzerstörung bis hin zu etlichen Unternehmungen zur Selbsthilfe. Letzere entpuppten sich mitunter als Kartenhaus. Sobald der Wind des Lebens rauer wehte, fiel es in sich zusammen. Ich hatte oft das Empfinden, dass ich an einem Tiefpunkt angekommen war und obendrein ein schlechtes Gewissen, weil es anderen ja noch schlechter ging oder unzählige Menschen noch viel traumatischere Dinge erlebt hatten. Außerdem hatte ich das Gefühl viel zu viel falsch gemacht zu haben und ich fühlte mich anderen gegenüber ständig schuldig.

Heute weiß ich, meine größte Angst, die ich bereits als Kind entwickelt habe, ist es nicht dazuzugehören, anders und dadurch ausgegrenzt zu sein und das ist vom Standpunkt der Evolution gesehen tatsächlich lebensbedrohend. Das ist mein größter Triggerpunkt und wenn ich in einer Situation bin, die diesen Punkt bedient, kann ich vom Verstand her wissen, dass ich in Sicherheit bin, mein Gefühl sagt mir etwas anderes und dementsprechend geht es mir dann auch. Ich kann es schwer aushalten, wenn ich vermute, spüre oder tatsächlich weiß, dass mich jemand nicht mag, oder das was ich mache nicht gut findet. Auch Streit, besonders in meinem näheren Umfeld empfinde ich als sehr belastend. Dann zerbreche ich mir den Kopf wie ich den Zwist so schnell wie möglich auflösen kann, auch wenn mich die Situation selten direkt betrifft. Ich sorge nämlich wohlwissend vor, indem ich versuche es möglichst vielen recht zu machen.

Auch jetzt habe ich ein ganz mulmiges Gefühl weil mein innerer Kritiker ständig raunzt: „Was machst du dich so wichtig!? Du glaubst wohl du bist etwas Besonderes! Anderen geht es noch viel schlimmer. Selbst Schuld, dass es dir oft schlecht ging, hättest halt besser aufpassen sollen. Okay, als Kind hast du vieles bestimmt nicht in dieser Form verdient, aber spätestens mit zwanzig hättes du den Dreh längst raushaben sollen…..“

Wenn dieser Punkt berührt wird, und sei es auch nur durch das Schreiben darüber, löst das in mir eine Welle an negativen Gefühlen aus. Der Kompass zeigt hier eindeutig in Richtung Überlebensinstinkt.

Ich mache aber zur Zeit die Erfahrung, dass das Bewusstsein darüber  (und da ist die Achtsamkeit tatsächlich mein größter Verbündeter) der erste Schritt zur Heilung ist.

Meine Werkzeuge um negative Glaubenssätze aufzulösen sind:

Achtsamkeit (besonders durch Yoga und Meditation), positive Affirmationen, Dankbarkeit und Vergebung. (Hier findest du eine wunderschöne Vergebungsmeditation: (Meditation: Vergeben und loslassen)

Möge es mir und allen Menschen gelingen negative Glaubenssätze, die wie tonnenschwere Säcke voll Zement sind und am Fliegen hindern, aufzulösen!

2 Gedanken zu „Negative Glaubenssätze

  1. May DelC

    Kann ich von vorne bis hinten unterschreiben… Gerade das früh aufgebaute Gefühl und die Angst davor, anders zu sein, nicht zugehörig aber genauso die dazu scheinbar gegensätzliche Verachtung vor mir selbst, mich in irgendeinerweise „zu wichtig“ zu nehmen. Dass Vergebung da heilsam sein kann, ist mir bishegar nicht soo sehr in den Sinn gekommen. Das werde ich weiterverfolgen. Danke dir! 🙂

    Gefällt 1 Person

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