Schmerzfrei durch Yoga und Meditation

Mit 16 Jahren begann ich mal mehr, mal weniger unter ziehenden Schmerzen in den Beinen zu leiden. Die Symptome verschwanden nach Einnahme eines Schmerzmittels und kamen oft Monate lang nicht mehr. Mit den Jahren wurden die Beschwerden stärker, betrafen mittlerweile auch den Rücken und kamen immer öfter. Ich konnte oft nächtelang nicht schlafen.

Manchmal lag ich heulend auf dem Wohnzimmerboden und hätte meine Beine vor Verzweiflung am liebsten abgeschnitten. Es tat so weh!

Es begann meist mit einem harmlosen Ziehen, das sich mit der Zeit in die Empfindung steigerte, als säbelte jemand an meinen Knochen. Ganz besonders schlimm wurde es wenn ich mich ausruhte, saß oder schlafen legte. Nach einer gewissen Zeitspanne (meist einer Woche) war es wieder weg und tauchte als leichtes Ziehen (da sträubte sich in mir schon alles, weil ich wusste wohin das führte) wieder auf. Zum Schluss hatte ich diese Beschwerden ständig und nahm fast täglich Schmerzmittel dagegen.

Im Laufe der Zeit habe ich sehr vieles ausprobiert. Das alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, aber von Schulmedizin, Sport, Ernährungsumstellung über alternativen Heilmethoden etc. war alles dabei. Das meiste half zwar mehr oder weniger, aber die Schmerzen kamen wieder. Beschwerdefrei war ich nur in der Zeit meiner Schwangerschaften. Ein Osteopath hat mich bei meiner letzten Schwangerschaft darauf hingewiesen, dass die Hormone in der Schwangerschaft dafür sorgen, dass sich die Muskeln lockern. Das wusste ich zwar, aber in Verbindung mit meiner Schmerzgeschichte hatte ich das damals so (noch) nicht gebracht.

Nach der Geburt unserer jüngsten Tochter vor heute genau sieben Monaten erwischte mich eine schwere Grippe. Zwei Tage lang konnte ich gar nicht aufstehen. Die Influenza war schlimm, aber die Schmerzen und Verspannungen vom Liegen ebenso. Mein ganzer Körper fühlte sich steif und verhärtet an. Ich erholte mich zwar von der Grippe, aber die Rücken- und Beinschmerzen blieben. Ich war verzweifelt. Vor allem weil ich so kraftlos und geschwächt war, obwohl ich mich besonders gesund ernährt und auch hin und wieder Yoga gemacht hatte. Überhaupt war ich mit drei kleinen Kindern ohnehin immer in Bewegung. Ich verstand es einfach nicht!

Dann kam die Wende.

Ich begann regelmäßig Yoga zu praktizieren machen und nur mehr Übungen zu machen, auf die ich Lust hatte und die mir gut taten und ich fing an regelmäßig zu meditieren und auch da achtete ich darauf, dass mir die Meditationen gefielen. Das klingt jetzt komisch, aber davor machte ich meist das wo mein Verstand dachte: okay, das ist jetzt von den Übungen oder vom Thema her das richtige für dich. NEIN! Wenn es sich nicht richtig anfühlt, ist es nicht das richtige!! Damit meine ich nicht das Praktizieren von etwas anspruchsvolleren, weil z.B. körperstärkenden Yogaübungen, oder die Gedanken, die sich einschleichen wenn man mit dem Meditieren beginnt. (Ich vergeude meine Zeit, eigentlich sollte ich den Abwasch machen, ob das wirklich was bringt…) Die verschwinden recht bald. Wichtig ist es seinen Impulsen zu folgen, in sich Hineinzuspüren, sich Zeit zu geben und achtsam mit sich umzugehen.

Es darf leicht sein – unglaublich leicht sogar 

Ab da ging es aufwärts und je mehr ich durch Mediation und Yoga achtsam mir gegenüber wurde, desto häufiger bemerkte ich wie oft ich im Laufe des Tages meinen Körper und insbesondere meinen Po, meinen unteren Rücken und die Schultern anspannte. Das hatte ich die ganze Zeit gemacht. Ich hatte es einfach nur nicht bemerkt! Klar wusste ich, dass Schmerzen von Verspannungen kommen, dachte aber, das gilt für Zeiten in denen ich viel Stress hatte, mich falsch bewegte (beim Heben oder dergleichen), und/oder es mir nicht gut ging. Dabei spielte es jedoch keine Rolle ob ich viel oder wenig zu tun hatte, gut oder schlecht drauf, entspannter oder gestresster war.

Ständig fiel mir diese Angespanntheit auf und ich ließ bewusst los.

Seitdem und Dank Yoga (einen Beitrag wie ich übe findest du hier: Yoga 🌟) und Meditation bin ich so gut wie beschwerdefrei. Ganz selten zwackt es mal, aber je achtsamer und bewusster ich im Umgang mit mir werde, desto besser wird es.

Ich würde mich mega freuen wenn meine Geschichte dem ein oder anderen da draußen hilft und wünsche allen Achtsamkeit und Gesundheit!

Ein Gedanke zu „Schmerzfrei durch Yoga und Meditation

  1. Pingback: Yoga 🌟 | unglaublich leicht

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